Programm:

(Referentenwechsel und Änderungen vorbehalten)

Mi., 1. Juni 2016, 21:15, Kino 5:

Secret Space Secrets

Die exklusive Deutschland-Premiere von Discovery Channel! Präsentation zur Festival-Eröffnung noch vor der TV-Ausstrahlung. Inklusive Welcome-Drink!

DOKUMENTARFILM, UK 2015, FSK ab 0 / Regie: Makario Saroszo

Länge: 1h + 30min Filmbesprechung

Raumfahrt bewegt sich immer im technologischen Grenzbereich. Über Pannen wird nicht gerne geredet. Erstmals beleuchtet eine Dokumentation beinahe-Katastrophen, von denen wir sonst nie erfahren hätten. Nur durch den wagemutigen Einsatz von Astronauten konnten Unglücke verhindert werden. Discovery Channel Deutschland zeigt diese soeben fertiggestellte Doku anlässlich unserer Festival-Premiere noch vor der TV-Ausstrahlung!

Do., 2. Juni 2016, 18:15, Kino 4:

Die Gagarin-Story

Regisseur Martin Hübner ist anwesend!

DOKUMENTARFILM, Deutschland 2005, FSK ab 0, Regie Martin Hübner + Jürgen Ast

Länge: 45min + 45min Filmbesprechung

Am 12. April 1961 flog zum ersten Mal in der Geschichte ein Mensch in den Weltraum. Die „Gagarin-Story“ dokumentiert diese abenteuerliche Mission des jungen sowjetischen Majors und Bauernsohns Juri Gagarin, der sich auf ein tollkühnes Kommando einlässt.
Doch Pannen und Probleme wurden verschwiegen. Angefacht durch das Rennen im All mit den USA war jedoch Eile geboten. Als Gagarin die winzige Kapsel seiner Wostok 1 bestieg, lag seine Überlebenschance rein rechnerisch bei nur 47%. Nach einer Erdumrundung wurde Gagarin eine Legende und weltweit wie ein Popstar gefeiert. Sein tragischer Tod durch einen Absturz sieben Jahre später wurde nie ganz aufgeklärt.

Filmbesprechung mit Kosmonaut und Zeitzeuge Sigmund Jähn

 

Sigmund Jähn ist der erste deutsche Raumfahrer. Am 26. August 1978 flog er als Oberstleutnant der NVA im Rahmen des sowjetischen INTERKOSMOS-Programms ins All und verbrachte 7 Tage an Bord der Raumstation Saljut 6. Im nächsten Jahr wird Jähn 80 Jahre alt. Wir freuen uns daher sehr, dass dieser einzigartige Raumfahrtpionier und Gagarin-Zeitzeuge eigens zu unserem Filmfestival anreist.

...und Regisseur Martin Hübner


Martin Hübner drehte die "Gagarin-Story" 2005 und konnte viele neue Fakten und Hintergründe einbringen, die bis dato noch unbekannt waren. Er ist freier Filmemacher, Redakteur bei der Zeitschrift "Film und Fernsehen" und Redakteur beim Mitteldeutschen Rundfunk MDR.

Do., 2. Juni 2016, 18:30, Kino 5:

Zero Gravity - Mission in Space

Filmbesprechung zum Thema: Wie wird man eigentlich Astronaut?

DOKUMENTARFILM, Deutschland 2016, FSK ab 0, Regie: Jürgen Hansen

Darsteller: Dr. Alexander Gerst

Länge: 1h + 40min Filmbesprechung

Der Beruf des Astronauten verheißt Spannung und Abenteuer. Doch wie sieht es wirklich aus in den Ausbildungszentren? Im Mittelpunkt der brandneuen Dokumentation steht der deutsche Astronaut und Geophysiker Alexander Gerst, der unter 8.400 Aspiranten
für die ESA ausgewählt wurde. Jahrelanges Training, Russisch lernen und Survival-Camps standen auf dem Plan, bevor er am 28. Mai 2014 für 165 Tage zur ISS flog. Obwohl Gerst bereits der 11. deutsche Raumfahrer ist, hat er es wie kaum ein anderer verstanden, sich mittels sozialer Medien als „Astro-Alex“ zum vielgefragten Medienstar zu wandeln und damit für die bemannte Raumfahrt zu werben.

Wie wird man Raumfahrer?

Filmbesprechung mit Astronaut Ulf Merbold

 

Dr. Ulf Merbold ist der bislang einzige Deutsche, der drei Mal im Weltraum war. 1995 wurde er Chef des Europäischen Astronautenzentrums EAC. Zunächst gehörte Merbold dem ersten europäischen Raumfahrtkorps an und hatte somit die Gelegenheit, 1983 als erster nicht-Amerikaner an Bord eines Space Shuttles ins All zu fliegen. 1992 startete er zu einer weiteren Spacelab-Mission D2. Als erster ESA-Astronaut arbeitete er dann 1994 auf der russischen Raumstation MIR, die dieses Jahr 30 Jahre alt geworden wäre.

... und Raumfahrtexperte Tasillo Römisch

 

Der aus Sachsen stammende Raumfahrtexperte ist Doku-Berater, gefragter Ausstellungsmacher und hat bislang mehr als 1.500 Raumfahrtvorträge gehalten. Mit mehr als 100.000 Objekten besitzt er die größte private Raumfahrt-sammlung der Welt und verfügt über ein weltweit einzigartiges Astronauten-Netzwerk

Do., 2. Juni 2016, 20:00, Kino 4:

Gagarin - Wettlauf ins All

Filmbesprechung mit Zeitzeugen!

SPIELFILM, Russland 2013, FSK ab 12

Regie: Pavel Parkhomenko, Darsteller: Yaroslav Zhalnin, Mikhail Filipov, Olga Ivanova

Länge: 1:50h + 30min Filmbesprechung

Parkhomenkos Verfilmung des Raumfahrthelden Gagarin zeichnet mit großer Detailtreue die wichtigsten Episoden rund um den historischen Raumflug mit der Wostok 1 nach.
Mal spannungsvoll, mal ruhig, taucht er in die früheste geschichtliche Phase der bemannten Raumfahrt ein und stellt insbesondere das Verhältnis zwischen dem legendären Raketenkonstrukteur Sergei Koroljow und seinem Schüler Gagarin in
den Mittelpunkt. Verblüffend sind dabei die Ähnlichkeiten der Schauspieler zu ihren historischen Vorbildern, aber auch die äußerst kenntnisreich nachgebauten Szenerien. Ein Filmepos ganz ohne Übertreibung und Knalleffekte

Filmbesprechung mit Astronaut und Zeitzeuge

Ulf Merbold

 

Mit insgesamt drei Raumflügen ist Dr. Ulf Merbold der deutsche Rekordastronaut. Geboren in der damaligen „Ostzone“, ging er im Schicksalsjahr 1961 in den Westen und begann dort seine einzigartige Raumfahrerkarriere. Nachdem er als 1983 und 1985 mit den US-Shuttles Columbia und Discovery abhob, wurde er 1994 als erster ESA- Astronaut auf die russische Raumstation MIR eingeladen. Der promovierte Physiker ist ein einzigartiger Zeitzeuge und Wanderer zwischen den Welten von Ost und West.

... und Elena Klyuchareva - sie lernte Gagarin noch kennen!


Elena Klyuchareva ist die Tochter des Korolev-Nachfolgers und Energia-Direktors Victor Klyucharev. Sie dürfte wohl die einzige in Deutschland lebende Person sein, die Juri Gagarin noch kennengelernt hat. Sie berichtet aus diesen Begegnungen und zeigt uns seltene Sammlerstücke aus der Pionierzeit der Raumfahrt, die sie von ihrem Vater übertragen bekam.

Do., 2. Juni 2016, 20:30, Kino 5:

First Orbit - den 1. Flug nochmal erleben!

Nur für echte Space-Freaks! - Fliegen Sie Gagarins exakt gleiche Umlaufbahn mit der legendären Wostok 1 vor einer phantastischen Großbildleinwand noch einmal nach! Jeder Teilnehmer erhält anschließend eine Urkunde, die bestätigt, daß er im 55. Jubiläumsjahr Gagarins Original-Orbit virtuell nachgeflogen ist, unterzeichnet von Sigmund Jähn und dem russischen Wissenschaftsattaché Avramenko.

Experimantal-Doku, UK 2011, FSK ab 0

Regie: Christopher Riley

Länge: 1:48h + 20min Filmbesprechung (vor Filmbeginn!)

Eine faszinierende Zeitreise ins Jahr 1961! Steigen Sie ein und fliegen Sie die Original-Strecke nach, wie sie vor 55 Jahren auch Juri Gagarin flog. Genießen Sie den Ausblick auf die Erde und lauschen Sie dem Funkverkehr zwischen Gagarin und der Bodenstation!- Jeder Teilnehmer erhält zum Abschluss eine Urkunde, die seine Teilnahme an diesem „Jubiläums-Nachflug“ bestätigt. Diese einzigartige Experimental-Doku ist die geniale Idee des britischen Regisseurs Christopher Riley, in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, nachdem man herausfand, dass die Internationale
Raumstation ISS etwa alle sechs Wochen exakt die gleiche Strecke zur gleichen Tageszeit fliegt, wie damals die Wostok 1. ESA- Astronaut Paolo Nespoli führte die Kamera.

Filmbesprechung mit Kosmonaut Sigmund Jähn

 

Sigmund Jähn ist Deutschlands erster Kosmonaut und eine lebende Legende! Am 26. August 1978 hob er mit der Sojus 31 ab und forschte für 7 Tage an Bord der der sowjetischen Raumstation Saljut 6. In dieser Zeit umrundete er 125 Mal die Erde. Wir fühlen uns durch den Besuch von Sigmund Jähn geehrt, der trotz seiner bald 80 Jahre die Anreise auf sich genommen hat.

... und Botschaftsrat A. Avramenko

Alexander Avramenko ist Botschaftsrat in der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin und Attaché für Wissenschaft, Technik und Bildung. Als Junge erlebte er den Start des ersten Kosmonauten, Juri Gagarin.

Fr., 3. Juni 2016, 18:00, Kino 4:

Gravity

Mit Astronauten-Filmbesprechung: Wie realistisch ist Gravity?

SPIELFILM, USA/UK 2013, FSK ab 12

Regie: Alfonso Cuaron, Datseller: Sandra Bullock und George Clooney

Länge: 1:30h + 30min Filmbesprechung

Das Meisterwerk des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuarón mit der Top-Besetzung Sandra Bullock und George Clooney in den Hauptrollen, gehört wohl zu den bislang realistischsten Space-Movies. Die Liebe zum Detail und die Nähe zur realen Raumfahrt wurden mit 7 Oskars belohnt!
Die beiden Astronauten Kowalsky und Dr. Stone sind auf Außenbordeinsatz und genießen die letzten Stunden mit einem herrlichen Blick auf Mutter Erde. Alles nur ein Routineeinsatz. Da kommt es zu einem verhängnisvollen Unfall und die Astronautin wird ins Weltall geschleudert. Der Kontakt zur Erde wird unterbrochen und das Space Shuttle zerstört. Ein verzweifelter Rettungsversuch beginnt. Der Zuschauer hat das Gefühl, hautnah dabei zu sein und blickt dabei hinunter auf das atemberaubende Erdpanorama.

Achtung, Referentenwechsel:

Wie realistisch ist Gravity? Filmgespräch mit

ESA-Astronaut André Kuipers
 

Astronaut André Kuipers ist der einzige Holländer, der bereits zwei Mal im Weltraum war. 2004 und 2012 stattete er der Internationalen Raumstation ISS einen Besuch ab und stellte beim letzten Flug mit 192 Tagen Aufenthaltsdauer sogar einen seinerzeitigen europäischen Langzeitrekord auf. Wenn einer weiss, wie echte Raumfahrt geht und sich anfühlt, dann er.

Fr., 3. Juni 2016, 18:15, Kino 5:

Back to the Moon - For Good!

Diese Berliner wollen die 30Mio$-Google Challenge gewinnen. Sie sind ganz nah dran!

 

MEHRERE DOKUMENTATIONEN, USA/EU/Deutschland, FSK ab 0

Regie (Back to the Moon): Max Crow, Moon-Village-Video: ESA

Darsteller: Google Lunar XPRIZE-Teilnehmer, ESA-Generaldirektor Prof. J.-Ulrich Wörner

Länge: 1:20h + 45min Filmbesprechung

Eine Berliner Ingenieursgruppe will einen Rover zum Mond schicken und damit die Siegprämie von 30 Millionen Dollar gewinnen. Hirngespinste? Keineswegs. Audi und andere renommierte Unternehmen sind bereits in das Projekt eingestiegen und bis Dezember 2017 soll der Mond erreicht sein. Doch die PT-Scientists sind nicht alleine, denn weltweit haben sich 24 Teams gebildet. Aufgerufen zu diesem neuen „Space Race“ hatte Google. Dem Sieger winken 30 Mio Dollar. Seien Sie dabei, wenn PT Scientists-Chef Robert Böhme seine Mission erläutert und bisher Unbekanntes preisgibt. Eingestimmt wird der Abend durch die Dokumentation der letzten Stunde der letzten Menschen auf dem Mond 1972. Und genau dort will das Team mit seinem Audi Lunar quattro Rover hin: Zum 1972 verlassenen Rover der Apollo 17.

Moon Village: Wann geht es los? Filmbesprechung mit Lunar Rover-Entwickler Robert Böhme


Das Techniktalent Böhme ist Gründer des Berliner Foscherund Entwicklerteams „PT Scientists“, das sich bereits 2009 formierte. Insgesamt arbeiten 50 freie Mitarbeiter an dem Projekt „Mission to the Moon“ und nicht nur Audi als Hauptsponsor, sondern immer mehr Raumfahrtunternehmen werden auf die Gruppe aufmerksam. Sein Team gilt mittlerweile als einer der Favoriten der 30 Millionen Dollar „Google Lunar XPRIZE“-Challenge. Böhme erläutert auch die neue Initiative eines Moon-Villages, angeregt vom neuen Chef der Europäischen Raumfahrtagentur ESA.

Fr., 3. Juni 2016, 20:15, Kino 4:

Astronaut Farmer

Aus einer Hollywood-Utopie wird ernst: Diese Dänen bauen ihre eigene Rakete!

SPIELFILM, USA 2006, FSK ab 6

Regie: Michael Polish, Darsteller: Bruce Willis, Billy Bob Thornton, Virginia Madsen

Länge: 1:45h + 30min Filmbesprechung

Der einst für die NASA tätige Astronaut Charles Farmer gibt seinen Job auf und will sich nur noch um seine Farm kümmern. Doch die Arbeit erfüllt ihn nicht und er plant den Bau einer eigenen Trägerrakete.
Zunächst verspottet man ihn, aber allmählich werden die Behörden wach. NASA und FBI fühlen sich provoziert. Wenn Farmer den Start ins All mit Privatmitteln schafft, sehen sie
ihre millionenschweren staatlichen Weltraumprogramme gefährdet. Farmer kämpft gegen Rückschläge und Behörden und verschuldet sich. Am Ende hilft ihm seine Familie und eine Erbschaft und er fliegt tatsächlich in den Orbit. Regisseur Michael Polishs stimmungsvoll inszenierter Film mutet an wie eine Utopie. Doch 12.000 km ostwärts in Kopenhagen, arbeitet ein privates Team erfolgreich an genau solch einer Rakete…

Filmbesprechung mit Mads Wilson, privater Raketenkonstrukteur

Wer eben noch glaubte, der Film „Astronaut Farmer“ sei die übliche Hollywood-Spinnerei, der wird sich jetzt verwundert die Augen reiben: Denn in Dänemark arbeitet ein privates Team von Tüftlern seit Jahren genau daran, eine bemannte Rakete zu bauen. Der Weg ist so steinig wie im Film, aber längst haben sich die „Copenhagen Suborbitals“ auch in der Fachwelt einen Namen gemacht. Ihr Motto: Try and Error. Jedes Jahr starten sie mehrere Raketen und jedes Mal werden sie besser.

Fr., 3. Juni 2016, 20:30, Kino 5:

The last Man on the Moon

Erschütterndes Zeugnis des letzten Mannes auf dem Mond

DOKUMENTARFILM, UK 2016, FSK ab 0 (englisch mit Untertitel)

Darsteller: Eugene Cernan, Alan Bean, Charles Duke

Länge: 1:40h + 30min Filmbesprechung

Im Mittelpunkt dieser tiefgehenden Dokumentation steht Apollo 17-Astronaut Gene Cernan. Nachdem er im Dezember 1972 seine Fußabdrücke und die Initialen seiner Tochter im Mondstaub hinterließ und dann zur Erde zurückkehrte, ahnte niemand im Entferntesten, dass bis heute, fast 45 Jahre danach, kein Mensch mehr auf dem Mond landen würde. Wie kann es sein, dass Regierungen und Raumfahrtagenturen bis heute nicht wieder das Geld und die Kraft aufgebracht haben, zum Mond zurückzukehren? Die Dokumentation präsentiert seltenes Filmmaterial und gibt Einblicke in die Zerrissenheit in Cernans Familie wegen der gefährlichen Mission. Vor allem aber gibt sie einen wichtigen Anstoß dazu, endlich wieder eine bemannte Mondmission anzugehen.

Wann kehren wir zurück zum Mond?

Filmbesprechung mit Astronaut André Kuipers


André Kuipers ist der einzige Holländer, der zwei Mal im Weltraum war. Erstmals flog der ESA-Astronaut im April 2004 an Bord einer Sojus TMA-4 zur Raumstation ISS. Von Dezember 2011 bis Anfang Juli 2012 arbeitete er an Bord der ISS als Bording-Ingenieur. Mit 192 Tagen Dauer war dies der bis dahin längste Flug eines Westeuropäers. Kuipers gibt eine persönliche Einschätzung ab, wann wir wieder bemannt zum Mond fliegen.

.. und Moon-Rover Ingenieur Robert Böhme
 
Robert Böhme ist Geschäftsführer der Berliner Ingenieursgruppe PT Scientists und er hat nur ein Ziel: Dort hin zurückzukehren, wo Gene Cernan und Harrison Schmitt 1972 mit Apollo 17 den Mond verließen. Natürlich nicht persönlich, sondern mit einem eigens entwickelten Audi Lunar quattro Rover. Sollte es ihm gelingen, erhält seine Crew 30 Mio Dollar Preisgeld vom Google-Unternehmen XPRIZE. Die Chancen stehen gut.

Sa., 4. Juni 2016, 18:00, Kino 4:

The Mars Underground

Dr. Robert Zubrins energischer Kamf um die erste bemannte Mars-Mission!

DOKUMENTATION, UK 2007 FSK ab 0, Regie: Scott J. Gill

Darsteller: Neil Armstrong, David Baker, Penelope Boston

Länge: 1:30h + 40min Filmbesprechung

Diese Dokumentation ist ein Manifest an die Menschheit, den Mut zusammenzunehmen und jetzt endlich die erste bemannte Reise zum Mars anzugehen. Dr. Robert Zubrin, Präsident der Mars Society und Protagonist des Filmes, klagt offen die NASA und das träge, politische Washington an, absichtlich die erste Mars-Mission zu vereiteln. Zubrin führt minutiös auf, dass wir technologisch längst soweit wären und er selber hat als Raumfahrtingenieur sein Mars-Konzept bis in die höchsten politischen Ebenen getragen. Ohne Erfolg. Er sieht sich und uns alle um unsere Zukunft betrogen. Mit seiner weltweit
gegründeten Mars Society will er den Druck erhöhen.

Filmbesprechung mit Raumfahrtingenieur Jürgen Herholz von der MARS SOCIETY

 

Jürgen Herholz stammt aus Berlin und war zunächst als Ingenieur beim Starfighter-Programm beschäftigt. 1974 begann er im SPACELAB-Entwicklungsteam und ab 1987 war er Mitglied der Programmleitung des HERMES Raumgleiters der Europäischen Raumfahrtagentur ESA. Seit 2004 betätigt er sichaktiv in der MARS SOCIETY. 

Sa., 4. Juni 2016, 18:15, Kino 5:

Der Marsianer

ESA-Astronaut Thiele im Filmgespräch: Wie realistisch ist "Der Marsianer"?

SPIELFILM, USA 2015, FSK ab 12, Regie: Ridley Scott

Darsteller: Matt Damon, Jessica Chastain, Kate Mara

Länge: 2:25h + 30min Filmbesprechung

Nicht nur Raumfahrtfans, sogar die sonst eher technikskeptischen Feuilletons überschlugen sich vor Lob über Ridley Scotts Raumfahrt-Epos „Der Marsianer“. Die Bestandteile waren ähnlich wie schon bei „Gravity“: Hollywood Top-Schauspieler und eine möglichst realistische Rahmensituation. Ganz ohne peinliche Aliens und grünem Schleim - geht doch!

Der Film ist nicht nur großartige Unterhaltung, er zieht den Zuschauer förmlich auf den roten Planeten und bietet ihm fantastische Panoramen. Das macht Lust auf die erste bemannte Marsmission und wird mit Sicherheit ein weiterer Anstoß dafür sein.

...und ISS-Raumfahrtingenieur Günther Brandt

 

Kaum jemand aus Deutschland hat so viele Raumfahrtsysteme mit entwickelt und geleitet wie Raumfahrtingenieur Günther Brandt. Er wird bewerten, ob „Der Marsianer“ realitätsnah war und wann wir wirklich zum Mars fliegen könnten.

Sa., 4. Juni 2016, 20:30, Kino 4:

Fliegerkosmonauten

Mit dem Koran ins All: Afghanistans einziger Kosmonaut kommt zur Filmbesprechung

DOKUMENTARFILM, Deutschland/Polen 2009, FSK ab 0, Regie: Marian Kiss

Darsteller: Abdul Monand, Vladimir Remek und weitere Interkosmos-Kosmonauten

1978 startete die Sowjetunion ihr INTERKOSMOS- Raumfahrtprogramm mit dem Ziel, möglichst vielen befreundeten Ländern die Chance zu geben, einen eigenen Landsmann ins All zu schicken. Freilich hatte das Unterfangen auch einen politischen Hintergrund.
Doch nicht alle der 10 Kandidaten hatten die Zeit, sich entsprechend auf die Mission vorzubereiten. So wurden aus Hirten und Bauernsöhnen in kürzester Zeit Kosmonauten. Nach ihrer Mission wurden die Pioniere in ihren Ländern als Nationalhelden gefeiert. Feinfühlig zeichnet Marian Kiss die erstaunlichen Kosmonauten-Lebenswege
nach, die nach dem Untergang des Sozialismus oft skurrile Bahnen nahmen.

Filmbesprechung mit Kosmonaut und Darsteller Abdul Momand
 
Abdul Ahad Momand ist Afghanistans bislang einziger Raumfahrer. Seine Biografie klingt geradezu abenteuerlich: Als ausgebildeter Kampfpilot der afghanischen Armee wurde er 1988 als Kosmonaut ausgewählt und flog noch im gleichen Jahr zur Raumstation MIR. 1991 wurde er afghanischer Vizeminister für Luftfahrt und Tourismus. Ein Jahr später musste er mit seiner Familie vor den Taliban fliehen und lebt heute bei Stuttgart.

... und Regisseuring Marian Kiss


Die in Ungarn geborene Regisseurin studierte erst Malerei und Grafik, bevor sie sich dann ausschließlich dem Film widmete. Kiss spezialisiert sich auf Essays und Dokumntarfilme und hat mit "Fliegerkosmonauten" ein beeindruckendes Werk geschaffen. Die heute in Berlin lebende Künstlerin erzählt uns, wie es zu diesem Film kam.

Sa., 4. Juni 2016, 21:30, Kino5:

Space Tourists

Kosmonat und Investor im Gespräch: Wie geht es weiter im Space-Tourismus?

DOKUMENTARFILM, Deutschland 2009, FSK ab 0, Regie: Christian Frei

Darsteller: Anousheh Ansari, Jonas Bediksen, Charles Simoniy

Länge: 1:40h + 30min Filmbesprechung

Christian Frei kommt mit seinem Dokumentarfilm so nah an Astronauten wie sonst kaum jemand. Er zeichnet den geradezu unglaublichen Kontrast auf zwischen der iranisch-amerikanischen Multimillionärin Ansari, die für 20 Mio Dollar als erste Touristin ins All fliegt und den bitterarmen Kasachen, die am Boden neuem Weltraumschrott hinterherjagen, um ihn zu sammeln und zu verkaufen. Interessante Szenen aus der ISS wechseln sich ab mit Bildern der Steppe Kasachstans. Auch Excel-Entwickler und Raumfahrttourist Charles Simonyi kommt zu Wort, wie auch der rumänische Tüftler
Popescu, der beim Google Lunar XPRICE mitmacht.

Die Zukunft des Space-Tourismus: Filmbesprechung mit Kosmonaut Abdul Momand


Abdul Ahad Momand wurde 1991 zum Afghanischen Vizeminister für Luftfahrt und Tourismus gewählt. Zuvor nahm er 1988 im Rahmen des sowjetischen INTERKOSMOSProgramms als bislang erster und einziger Afghane an einem Raumflug teil. Später musste er vor dem Terrorregime der Taliban fliehen. Momand lebt heute bei Stuttgart und hat mittlerweile die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen.

.. und Investmentberater und Raumfahrtexperte

Prof. Dr. Bernd Hoefer


Prof. Hoefer lebt in Bahrain und leitet dort eine Investmentgesellschaft, die auch in die Raumfahrt investiert. Zuvor war er Vorstand beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt DLR. Prof. Dr. Hoefer gilt als Kenner der kommerziellen Raumfahrt und des Raumfahrttourismus und wird uns die Zukunftsperspektive dieses aufstrebenden Wirtschaftszweigs aufzeigen.

So., 5. Juni 2016, 17:00, Kino 4:

Zero Gravity - Antrieb Überleben

Er wird sich einfrieren lassen, genauso wie Astronauten bei interstellaren Missionen:

Kryoniker und Arzt Dr. Kendziorra berichtet uns über den Stand der Wissenschaft

SPIELFILM, USA 2012, FSK ab 12, Regie: Eric Hayden

Darsteller: Khary Payton, Lance Henriksen, Brian Baumgartner

Länge: 1:55h + 40min Filmbesprechung

Eric Haydens Space-Movie über eine interplanetare Mission zum Jupiter-Mond Europa gilt ob seiner realistischen Umsetzung als große Überraschung. Tatsächlich ist der Mond Europa für Planetenforscher eines der lohnensten Ziele in unserem Sonnensystem.
Die von einem schwerreichen Investor privat finanzierte Mission der „One Life“ soll 15 Jahre dauern, doch zwischendurch kommt es zu einem Meteoriteneinschlag, bei dem der Protagonist Michael seinen Partner Nathan verliert. Die Mission wird abgebrochen und Michael muss nun drei Jahre in einem kleinen Raum verbringen. Der Film wirft erneut die Frage auf, wie künftige Astronauten große, interplanetare oder gar interstellare Distanzen überwinden könnten.

Filmbesprechung mit Dr. Kendziorra:

Kryonik in der Raumfahrt - wie schon heute Menschen eingefroren werden

 

In Filmen mit interstellarer Raumfahrt werden Astronauten meist per Einfrieren in Tiefschlaf versetzt. Eine Utopie? Keineswegs, meint der Berliner Arzt und Kryoniker Dr. Emil Kendziorra. Der ehemalige Krebsforscher und heutige Unternehmer in der Medizinbranche will sich nach seinem Tod ebenfalls einfrieren lassen und hat mit dem weltweiten Branchenführer ALCOR in Arizona bereits einen Vertrag abgeschlossen. Er präsentiert uns den neuesten Stand der Kryotechnologie und der Kryopreservation und der und berichtet, wie es mit den 144 bereits eingefrorenen „Patienten“ bei Alcor in Arizona weitergehen wird.

So., 5. Juni 2016, 17:30, Kino 5:

Europa Report

Wimmelt es vor Leben auf dem Jupiter-Mond "Europa"?

SPIELFILM-DOKU, UK 2013, FSK ab 12, Regie: Sebastian Cordero

Darsteller: Christian Carmago, Emberth Davidtz, Anamaria Marinca

Länge: 1:55h + 30min Filmbesprechung

Auch bei diesem britischen Raumfahrt-Film geht es um eine interplanetare Reise zum Jupiter-Mond Europa. Die geplante Mission der „Europa Ventures“ mit ihrer sechsköpfigen Besatzung scheitert kurz nach ihrer Ankunft. Jeglicher Kontakt zur
Erde bricht ab, doch das Team erkundet den von Wasser und Eis ummantelten Mond. Sie finden tatsächlich neue Lebensformen und sogar Nahrung. Der im Found-Footage-Format gedrehte Film bewegt sich zwischen Dokumentation und Spielfilm und beeindruckt durch seine sehenswerte, wirklich sehr realitätsnahe Ausarbeitung. Das verzeiht auch die letzten Minuten, in denen das Drehbuch leider in eine Alien-Utopie abdriftet.

Besser zum Mond „Europa“, statt zum Mars? Filmbesprechung mit DLR-Planetenforscher Prof. Dr. Spohn
 
Prof. Dr. Tilman Spohn ist Geophysiker und seit 2004 Direktor des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berkin. Er war bereits vielfacher Berater, beispielsweise im ESA Space Science Advisory Committe und ist Herausgeber verschiedener Fachzeitschriften für Planetologie. Er wird uns verraten, ob die Regisseure von „Europa-Report“ richtiggelegen haben.

 

So., 5. Juni 2016, 19:30, Kino 4:

Space Odyssey - Mission zu den Planeten

Die einzigartige BBC-Produktion, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA!

SPIELFILM-DOKU, UK 2004, FSK ab 0, Regie: Joe Ahearne

Darsteller: Martin McDoughall, Rad Lazar, Mark Dexter

Länge: 1:55h + 30min Filmbesprechung

Filmbesprechung mit ISS-Raumstation- Entwickler Günther Brandt

Raumfahrtingenieur Günther Brandt begann seine Karriere mit der Entwicklung von Höhenforschungsprojekten. In den Siebzigerjahren war er Entwicklungsingenieur im Spacelab-Entwicklungsteam und später Entwicklungschef für das in Bremen konzipierte ESA-Weltraumlabor COLUMBUS. Außerdem entwickelte er für das russische ISS-Modul ein fehlertolerantes Computersystem. Später arbeitete er als Berater für Deutschlands größtes Raumfahrtunternehmen, die OHB. Über die technischen Vorraussetzungen für eine interplanetare Mission kann Brandt am besten Auskunft geben.

 

...und DLR SpaceBot-Entwickler Lennart Kryza

 

Lennart Kryza studiert Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Berlin und nahm 2015 beim DKR SpaceBot Cup teil, bei dem autonome Roboter in einem Expolorationsszenario gegeneinander antreten müssen. Er ist außerdem Projektleiter im Roverprojekt SEAR. Kryza sieht in intelligenten Robotern Weltraumpioniere, die in Zukunft mit dem Menschen den Weltraum Hand in Hand erobern werden.

Der Letzte Film "Expedition zum Mars" muss leider aus technischen Gründen ausfallen.

See you in 2018!

Auf Wiedersehen in 2018 beim nächsten International Space Film Festival, diesmal mit Partnerland CHINA!

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1.- 5. Juni 2016:

Das weltweit einzige Space Film Festival in Berlin! See you again in 2018!

Tickets nur 10 €. Ab sofort online hier bestellen!

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(auch Abendkasse)

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